Handlungspädagogik und Naturbezug
Zur Waldorfpädagogik gehört seit eh und je, dass Schüler:innen von der 1. Klasse an Gebrauchsgegenstände selbst herstellen lernen, erst strickend, sägend, schnitzend, hobelnd, später schmiedend oder mit Maschinen arbeitend.
Neben dem zufriedenstellenden Gefühl „Ich kann das“, soll auch erlebt werden, wie in der Erwachsenenwelt gearbeitet wird, wie die Schreinerin, der Landwirt, der Schmied, die Mechanikerin, der Maurer, die Töpferin in ihrer Werkstatt oder auf der Arbeitsstelle tätig sind.
Ein tieferes Anliegen dieser Handlungspädagogik ist auch das Verständnis von Herstellungsprozessen, Arbeitsschritten, natürlichen Werkstoffen, Arbeitszeit, erleben und überwinden von sachlichen Widerständen (Frustrationstoleranz ausbilden) und Wertschätzung von menschlicher Arbeit.



Naturpädagogik
Zudem sind wir überzeugt, dass das Erleben und wesenhafte Verstehen der Elemente (Wasser, Luft, Erde, Licht und Wärme) ein wichtiger Bildungsauftrag von Schule sein muss. Dies kann bei einem ausschließlich in geschlossenen Räumen stattfindenden Unterricht nicht erreicht werden. Unser Standort am Pfrunger-Burgweiler Ried ist dafür eine ideale Umgebung, mit Wäldern, Mooren, und weitläufigen Naturschutzgebieten.
Naturpädagogik heißt für uns, in die Natur hinausgehen, beobachten, kennenlernen, pflegen, hegen, pflanzen, Verantwortung für den uns umgebenden Lebensraum übernehmen.
In den untersten Klassen heißt es auch, einen inneren seelischen Bezug zu den Tieren und Pflanzen herzustellen. Dies geht auch über Erzählungen, Gedichte und Verarbeitung des Erlebten in Bildern und Bastelarbeiten.
In den höheren Klassen gibt es dann einen erweiterten Blick auf die Erde, auf Ökosysteme, auf Umweltschutz und die Möglichkeit von größeren und vernetzten Projekten.



